Seite:Tagebuch.Ernst.von.Baumbach.Napoleons.Russlandfeldzug.1812.djvu/175

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während der übrige Theil der Armee auf dem geraden Wege nach Smolensk blieb. Dem Hetmann Platow mit seinen Kosaken wurde die Verfolgung des 4.ten Corps übertragen, während Miloradowitsch am 7.ten das 3.te Corps bei Dorogobuy angriff und hart drängte. Am 8.ten verließ er die unwirthliche Straße um sich der russischen Haupt-Armee zu nähern und übertrug unsere Verfolgung einigen Regimentern leichter Reiterei, welche am 8.ten beim Ueberschreiten des Dniepers bei Solowiewo einen Angriff auf die Nachhut machten, bei dem sie jedoch nichts als stehengebliebene Kanonen und Wagen erbeuteten und einige Nachzügler zu Gefangenen machten.

Von den 30. württembergischen Kanonen wurden nur 12. über den Dnieper gebracht, die übrigen 18. hatte man bereits stehen lassen müssen. Die französische Artillerie war in einem noch schlimmern Zustande, denn im Allgemeinen verwendet der Deutsche mehr Sorgfalt auf die Erhaltung seiner Pferde. Zu der Ueberschreitung des Dniepers brauchte es einen ganzen Tag und erst am 13.ten